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Auch im Jahr 2015 einen Triathlon abzuschliessen wäre ne tolle Sache. So habe ich den Kalender angeschaut und den Tägi Tri gefunden, welcher ich in bester Erinnerung habe (siehe Bericht 2010 und 2011).
 
Aber halt, in Topform bin ich ja gerade nicht… Egal! Denn was zählt ist das Erlebnis, das geniessen der Kombination Schwimmen, Rennvelo und Laufen, das Schnuppern der Wettkampfluft, es gibt mehr als nur Leistung.
 
So schwamm ich nach zweimonatiger Schwimmpause 4 Tage vorher ein paar Längen, um festzustellen, dass ich immerhin 500m am Stück schaffen sollte. Da war ich 2 Tage vorher joggen, um sicherzustellen, meine Beine bewegen sich noch. Und so war ich ein Tag davor Velofahren, einfach weil die Landschaft um Hindelbank so schön ist :-)
 
Am Sonntag war mir dann klar, was meine Ziele sind:

  • beim Schwimmen die ersten 100m mit 3er Atmung crawlen
  • beim Velofahren eine Kadenz 90+ zu fahren
  • und beim Joggen auf Laufstil und hohe Kadenz zu achten

 
Punkt 10 gings los. Als schnellster Schwimmer in der Bahn (von vier) durfte ich zuvorderst starten und es ging schnell. Schnell, bis ich im hochroten Bereich war. Aber ja, bei 500m beisst man einfach durch und ich suchte im Becken meinen Rhythmus. Dank der freundlichen Begleitung von Monika war dann der Wechsel zum Velo kein Problem. Brille war da, ebenso tolles Anfeuern, so macht es viel Spass! Und ganz nebenbei, mein erstes Ziel erreicht!
 
Auf dem Velo gings zügig los, mal hoch, mal runter. Ich fühlte mich nicht top fit, aber war erstaunt, dass ich mich immer wieder pushen konnte, immer wieder in die 90er Kadenz fahren konnte und so in guten Wattzahlen fuhr. Die Zeit verging im Flug und mit einem guten 32er Schnitt (bei 17.8km und fast 200 Höhenmeter) war ich ganz zufrieden.
Strava zeigte mir dann, mit einer 92er Kadenz habe ich auch das 2. Ziel erreicht!
 

 
Kurzer Wechsel, losrennen, uiuiuiui, das wird mir was. Laufstil Stefan! Smile, Flugphase, gute Armbewegung, hohe Kadenz. Mein Ziel half mir, mit kleinen Schritten, aber schnell hintereinander die fehlende Kraft mit Kondition auszutricksen. Ich kam bald in einen guten Rhythmus und konnte ein gutes Tempo laufen. Es machte mir sogar richtig Spass, auch wenn ich litt und mir das Ziel nur so herbeisehnte.
 
Überglücklich erreichte ich dann bei sehr warmen Temperaturen das Ziel. Und alle, die mich kennen, die wissen, bei warmen Temperaturen geht bei mir eigentlich gar nichts. Umso schöner konnte ich eine tolle Zeit und ein tolles Resultat laufen!
 
10:07 für 500m Schwimmen (mit Wechsel zum Velo)
33:15 für 18.4km Rennvelo
15:49 für 3.8km Laufen (mit Wechsel vom Velo)
 
Grösster Dank geht an Monika, die mich unterstütze, anfeuerte und dieses kleine Video machte:

 

 

 
 

 

tds-2015-01 Es gibt wenige Rennen, wo mir bei der Zieleinfahrt die Freudentränen kommen. Dieser Wettkampf war so einer.
 
Aber Halt, beginnen wir von vorne. Viel ist geschehen dieses Jahr, von Umzug zur Amerika Reise bis hin zum Gast-Dozent eines CAS bei der Berner FH, der Sport musste sich etwas weiter hinten anreihen. So kam es, das ich heute gerade mal etwas mehr als 1400km in den Beinen habe. Verglichen zu Vorjahren, wo ich im Juni so 3500-4000km hatte, ist das nicht gerade viel. Letzte Woche erlebte ich meinen ersten Duathlon, wo ich feststellte, dass Joggen einigermassen gut geht, aber beim Velo meine Leistung von den Vorjahren weit weg war.
 

 

So war dann meine Vorfreude für die Tour de Suisse etwas verhalten. Ein Jedermanns-Rennen auf der Originalstrecke der Profis, das verspricht viel! Für mich war aber vorallem unklar, wie gut es mir und meinen Beinen geht, wie gut ich mithalten kann, wo ich abgehängt werde. Viele offene Fragen. So kam es mir gar nicht so ungelegen, dass das Wetter eher verregnet war, zumindest in der ersten Runde. So stieg ich ins Rennen mit dem Gedanken, lieber kein Sturz zu machen und mein Tempo zu fahren. Ich peilte eine Zeit unter 2:30 an, was gut einen 30er Schnitt bei den 77.4km mit 956 Höhenmeter bedeutete.
 
 
tds-2015-02 So gings los und ich rollte mit dem Feld dahin. Die Strecke war sehr coupiert, was viele kleine Untergruppen erzeugte. Das Rennen war ohne Verkehr, für ein mal gehörte die Strasse uns! Der erste überraschend anstrenge Streckenteil war die Altstadt hoch. Auf den Pflastersteinen vibrierte meine Velo so stark, dass ich fast nicht mehr schalten konnte. Ein Bidon eines Mitfahrers ging verloren, kurz später gabs leider einen Sturz vor mir. Die Pflastersteine hatten es in sich. Ich war froh, kam ich heil am Bundesplatz an. Wie überlebt man denn Paris-Roubaix? Muss ich mir mal später überlegen, denn es ging weiter durch die Stadt, mal links, mal rechts, durch Liebefeld vorbei Richtung Niederwangen, wo dann kurz darauf der von den Organisatoren angekündigte Anstieg kam. Er war eher kurz, dafür knackig, mit flachen Abschnitten, was mir gut entgegen kam. Weil später die richtige Tour de Suisse starten wird, hatte es viele Camper, echte Fans die auch uns voll anfeuerten. Von Franzosen über Italiener über viele Schweizer, ein unglaublicher Motivationsschub. Über Wellen zu Kuhglocken, alles feuerte einen an. Das habe ich so noch nie erlebt! Über den weiteren Verlauf der Strecke wusste dann gut Bescheid, ging es ja später in den Spiegel hoch, wo ich früher wohnte. So konnte ich taktisch gut mitfahren, kurze Steigungen durchbeissen und einfach eins: dranbleiben!
 

tds-2015-03 Die erste Runde verging wie im Flug. Bei Abfahrten fuhren häufig Begleittöffs vor der Gruppe mit, was viel Sicherheit vermittelt hat. Die Einfahrt ins Stade de Suisse war dann unglaublich, man bekam richtig Gänsehaut, die Stimmung war grandios. Speaker, viele Zuschauer, die abgesperrte Strecke, einfach wow! Ein neues Bidon bei der Verpflegung gefasst und ich wusste, nun wird’s härter. Die Strasse wurde unterdessen trockener, dennoch war der Anstieg auf den Plastersteinen härter. Das Fahrerfeld wurde dünner, ich konnte aber mit einem Mitleidenden ein kurzes Paar-Zeitfahren fahren. Im Anstieg zu Niederwangen wurden wir überholt und ich verlor den Anschluss. Alleine fuhr ich Richtung Niederschärli. Alleine? Natürlich nicht! Es begleitete mich abwechselnd ein normaler Begleittöff und ein Ersatzrad-Töff. Das war unbeschreiblich, gab es mir das Gefühl, da glauben noch Leute daran, dass ich gut fahren kann. Das hat mich so motiviert und auch wenn ich an der Steigung beissen musste, waren da wieder die Zuschauer, die einen Hoch jubelten. Egal wie spät ich unterwegs war, die Motivation kannte keine Grenzen. Kurz vor der Abfahrt bei Oberschärli wurde ich überholt, von einem Fahrer mit den wohl grössten Waden die ich sah (im unteren Bild der Fahrer mit dem neongelben-schwarzen Trikot). Da wusste ich, der kann runterfahren und biss durch. Kurz ein Koffein-Gel reingejagt und ich wurde nicht enttäuscht. Er hat Gas gegeben und ich fuhr mit einem Wahnsinnstempo nach Köniz runter, schneller als in der ersten Runde!
 
tds-2015-04Dann das letzte Mal den Spiegel hoch. Doch jetzt kamen die Krämpfe. Cool bleiben Stefan, das war mein Revier! In einem konstanten Tempo kam ich dann gut hoch. Ab da gings schnell, Wabern, Marzili, Klösterlistutz, Aargauerstalden, ich biss was ich konnte. Die Krämpfe kamen und gingen, doch ich wusste, ich schaff das. 3km, 2km, die Flamme Rouge, 500m, die Zielgerade vor mir. Noch einmal über 300 Watt drücken, und wow, es ging sogar! Die Zieleinfahrt unvergesslich. Ich fuhr hinein, als ob ich gewonnen habe. Ein Sieg für mich! Es war eines der schönsten Rennen, das ich erleben durfte! Und dann noch in 2:26:15, das macht etwas mehr als einen 31er Schnitt. Wer hätte das gedacht!
 

tds-2015-05Mein Glück unbeschreiblich, im Ziel mit einigen Fahren geplaudert. Die Erinnerungen an ein solches Rennen unvergesslich. Ein Dankeschön an die Organisatoren und ein Riesen-Dankeschön an all die Fans an der Strecke!

 
 
 
 
 
 

 

 

 
 

 

Der Gurten Classic war mein Saisonhöhepunkt in der zweiten Jahreshälfte. Ich freute mich sehr auf diesen Lauf und das tolle Wetter beflügelte mich voll und ganz. Mit der Zeit 38:19 war ich super zufrieden.

 
Da meine Trainings im September und Oktober hauptsächlich auf der Bahn waren, war mir schon klar, dass ich flach besser laufen werde als hoch. Das war dann auch so und ich musste in den Steigungen einige Läufer ziehen lassen. Die meisten konnte ich aber im Flachen schnell wieder einholen und ich war froh, gab es noch eine Ebene vor dem Ziel. Es ist schön zu sehen, wie die Bahntrainings helfen, das eigene Tempo besser zu laufen und zu halten, und auch nicht zu schnell zu starten :-)

 

 

 

 
 

 

Ein schöner Herbstlauf. Coupierter Lauf auf 5.8km mit gut 200 Höhenmetern. Hat einige steile Anstiege aber auch mit flachen und runtergehenden Abschnitten ergänzt. Mein Bahntraining hat sich dabei ausgezahlt. Im Flachen konnte ich deutlich unter der 4:00 Pace laufen, was mich sehr erfreut hat. Bergauf fehlt mir aber noch etwas die Kraft. Mit 25:46 war ich aber ganz zufrieden!
 
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Im unteren Bild war ein Abschnitt, wo ich lange für mich laufen konnte. Mir war gar nicht bewusst, dass hinter mir so ne Reihe von Läufern war :-)
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Ohne grosse Worte :-) Ein flacher, schneller 5.5km Lauf. Mein Ziel war, nahe an 21min zu kommen, wenn möglich gar darunter. Dies lag leider nicht drin und 21.33 ins Ziel. Da liegt sicher noch etwas mehr drin beim nächsten Mal ;-)
 
 
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