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Durch meinen beruflichen Werdegang habe ich mich etwas von Davos verabschieden müssen. Ich habe mich darum entschieden, in der Saison 2009/2010 möglichst viele Langlaufmöglichkeiten um Bern kennenzulernen. Selbstverständlich werde ich nach wie vor ab und zu zu Hause sein. Mein Fokus in dieser Saison sind aber die Langlaufmöglichkeiten um Bern. In einer Art Serie möchte ich in unregelmässigen Abständen besuchte Gebiete vorstellen. Als Referenz nehme ich Davos und prüfe den (etwas älteren) Davoser Werbeslogan “hard to beat”. Die Serie beginnt der Ort Kandersteg.
Lage
Kandersteg liegt am Ende eines Tales, welches in Spiez startet und sich in Frutigen aufteilt. Ein “Arm” geht nach Adelboden, der andere nach Kandersteg. Dadurch, dass Kandersteg am Ende eines Tales liegt, gibt es rundum Berge. Diese geben leider schon das Gefühl, hier etwas wenig Sonne abzubekommen. Dafür liegt Kandersteg auf etwa 1200 m.ü.M., wodurch man etwas mehr Schneesicherheit erwarten kann als beispielsweise das Jura.
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Loipen
Dass ich an einem Tag fast alle Loipen ausser der Panorama-Loipe abgefahren bin, fand ich etwas schade. Der Loipenplan kann auf der Homepage von Kandersteg heruntergeladen werden. Hier ist Davos viel weitläufiger. Die Loipen im Tal sind bis auf ein Stück bei der Ski-Schanze einfach bis leicht anstrengend. Es fehlen langezogene Strecken für den symmetrischen 2:1 Stil. Dafür ist das Gelände leicht coupiert und optimales Gelände für lange 1:1 Phasen oder 2:1 assymetrisch.
Ambiente
Ich besuchte das Kandersteger Langlauf Opening. Dadurch hatte ich genügend Möglichkeiten, mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Vom Kaufen des Langlaufpasses über die Skimiete bis hin zum Punch an der Loipe traff ich auf äusserst freundliche Menschen. Wie Davos lebt auch Kandersteg vom Tourismus und das spürt man auch hier durch die Freundlichkeit. Kandersteg ist aber im Gegensatz zu Davos ziemlich kleiner, ein Dorf am Ende eines Tals. Weitere Details findet man im Wikipedia-Artikel.
Reise
Die Fahrt mit dem RegioExpress Lötschberger gestaltet sich besser als gedacht. Als RegioExpress deklariert, hält er nach Bern nur noch in Münsigen, Thun, Spiez, Reichenbach und Frutigen. Im Gegensatz zu den normalen BLS Zügen ist die 2. Klasse mit 2+2, die 1. Klasse mit 2+1 Sitzreihen bestuhlt. Das erhöht den Reisekomfort. Die Reise selbst vergeht wie im Flug. Von Bern geht es der Alpenfront entgegen, ab Thun geniesst man den Thunersee und ab Spiez eine weite, weisse Ebene bis Frutigen.
Ein weiterer Pluspunkt ist die direkte Fahrt. Besonders nach dem Langlaufen muss man sich um nichts mehr kümmern. Einsteigen und 1h Fahrt geniessen.
Fazit
Kandersteg macht mir einen guten Eindruck. Dass ich auf der Zugfahrt mehr Sonne hatte als in Kandersteg ist natürlich schade. Ich denke aber, in Bezug auf die Schneesicherheit, dass Kandersteg eines der Gebiete ist, welches man zu Beginn oder Ende der Saison besuchen kann.
