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Im Triathlon ist es man gewohnt, alleine gegen die Zeit und den Wind zu fahren. Dies ist bei klassichen Radrennen anders, wo Windschattenfahren erlaubt ist und man vom Windschatten eines Feldes profitieren kann. Das Trainingsrennen in Hindelbank bot mir nun die Gelegenheit, diese Welt auch mal kennenzulernen.

 
Dummerweise ist der Unterschied zwischen Elite Fahrer und Hobby Fahrer nicht besonders gross gewesen. Während die Elite Fahrer auf 80km einen Schnitt von 37.8km/h fuhren, fuhr das Feld der Hobby Fahrer auf 64km einen Schnitt von 36.4km/h. Das ist mir auch mit Windschatten etwas zu schnell. Und wer nicht im Feld mitfahren kann, wird auf die hinteren Plätze verwiesen…

 
Trotz allem konnte ich an diesem Rennen etwas lernen:

  • Das Fahren im Feld ist von ständigen Tempowechsel geprägt. Im Hang zieht man Vollgas hoch, während man im Flachen auch mal das Velo rollen lassen kann.
  • Wer nicht mithalten kann, ist aus dem Feld und somit bereits im abseits. Ich war ca. nach 1km weg vom Feld… Ohne Windschatten wirds dann schwierig, eine schnelle Zeit zu fahren. Zum Glück findet man immer wieder kleine Grüppchen, mit denen man mitfahren kann.
  • Im Gegensatz zum Zeitfahren ist das normale Radrennen viel mehr durch Taktik und gegenseitiges provozieren geprägt. Man reisst mal an und schaut, ob jemand mitkommt.
  • Wenn das Feld Richtung Zielgerade fährt, wird der Sprint am Schluss entscheidend. Auch dort zählt, wer am längsten im Windschatten bleiben kann, hat grössere Chancen, am Schluss auf dem Podest zu stehen.

 

Ob ich jemals wieder ein solches Rennen fahre, steht in den Sternen geschrieben. Im Feld fahren würde Spass machen, aber dazu muss ich erst mal bei 36km/h mithalten können.