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Heute fand in Spiez mein dritter Triathlon statt. 500m Schwimmen, 20km Velo, 5km Laufen. Es freut mich, dass ich langsam Erfahrungen sammeln kann und auch erste Fortschritte mache.
Vorbereitung
Noch am Montag habe ich mit dem Velo die Strecke Zürich-Bern gefahren. Starker Gegenwind machten mir damals zu schaffen und ich erreichte das zu Hause mit leichten Krämpfen. Pause war angesagt. Trotzdem ging ich am Mittwoch mal ins Schwimmtraining und stellte einfach fest: Aus die Maus. Ich verordnete mir nochmals Ruhe und habe am Freitag ziemlich Pasta gegessen, in der Hoffnung, dass ich wenigstens genügend Energie habe. Wenn ich schon müde Beine habe, dann wenigstens müde aber mit Energie! Nach einer eher unruhigen Nacht fühlte ich mich am morgen früh entgegen meiner Erwartungen ziemlich fit. Das ist selten, fühle ich mich meistens bei den Wettkämpfen nie ganz fit. Mit dem tollen Gefühl “heute läufts mir” bin ich dann in den Triathlon gestartet.
500m Schwimmen
Nach wie vor ist Schwimmen meine schwächste Disziplin. Dennoch machte ich tolle Fortschritte, das Training beim 3athlon Bern hat sich also gelohnt. Bei 500m hatte ich etwas Bedenken, dass ich zu schnell starte. Darum habe ich die ersten 100m mit 3er Armzug geschwommen und erst dann auf den 2er Armzug gewechselt. Diese Strategie ging super auf und ich konnte die 500m in 11:21 schwimmen (die Schwimmzeit ist inkl. Wechselzeit zum Velo). Im Vergleich zu letztes Jahr, wo ich in Wettingen die 500m in 14:34 geschwommen bin, konnte ich also sagenhafte 3:13min schneller sein. Das ist natürlich toll. Auch die Rangierung lässt sich zeigen. Beim Tägi Tri war ich 30. von 42, heute 41. von 85. Ich habe mich also in Bezug auf die Rangierung vom letzten Drittel ins Mittelfeld verbessert.
20km Velo
Also die Velostrecke war definitv keine Tempostrecke wie beim Bantiger. Es ging gleich hoch und man fuhr ständig in einem Wellenblech. Bei den Fahrten abwärts konnte ich nicht wirklich schnell ziehen, dafür ging mir aufwärts einiges besser als früher. Mit einer Zeit von 37:22 und der Velo-Rangierung als 33. aus 85 bin ich aber zufrieden (32.1km/h im Schintt). Einmal wurde ich in die falsche Richtung geleitet (okay, jetzt ist mir das also auch mal passiert…) und am Schluss gab es noch einen Sturz. Zum Glück ist nicht viel passiert, es gab nur einige Schürfwunden.


5km Laufen
Meine Königsdisziplin Laufen. Gleich zu Beginn kam ein ziemlicher Anstieg. Ich wusste, dass er nur kurz ist und ich versuchte sofort Gas zu geben. Das gelang auch gut, obwohl ich noch nicht so im Laufrhythmus war. Es ging danach länger abwärts und irgendwie konnte ich hier zwar zügig rollen, aber nicht mit hohem Tempo runterrennen. Mein Körper braucht ein paar Minuten, bis er sich ans Laufen gewöhnt hatte. Etwa bei der Hälfte konnte man am See entlang zurückrennen. Ich spürte sofort, dass ich just bei der Wende mein Rhythmus gefunden habe und konnte sofort Gas geben. Es machte richtig Spass, im hohem Tempo zurück zu rennen und dann mit einer Laufzeit von 23:57min ins Ziel zu laufen. Zunächst war ich etwas enttäuscht über die Zeit, aber als ich sah, dass auch der schnellste Läufer die 20min nicht knacken konnte, bin ich sehr zufrieden. Der Anstieg hat es doch in sich. Und als ich feststellte, dass ich sogar die 15. beste Laufzeit gelaufen bin, war ich also sehr happy. So weit vorne dabei bin ich selten.

Alles in allem
Also mit dem Endergebnis von 1:12:40 und dem Schlussrang als 24. aus 85 bin ich mehr als zufrieden. Zum ersten Mal konnte ich mich vom Mittelfeld hin zu den vorderen Rängen bewegen und das freut mich sehr. Sogar in der Altersklasse bin ich 11. von 28. Das ist einfach nur cool! Der Sturz hätte nicht sein müssen, aber gewisse Dinge passieren halt. Ich hatte ja ziemliches Glück im Unglück und trage nur ein paar Schürfwunden davon (dafür ist das Velo im Service, aber umgekehrt wäre schlimmer gewesen). Jetzt heisst es Ruhezeit. Ich möchte meinem Körper die Möglichkeit geben, sich zu erholen und werde zwar etwas trainieren, um nicht gerade die Form zu verlieren, aber mache keine Wettkämpfe im Juli. Habe im Mai und Juni 1 Lauf, 2 Duathlone und 2 Triathlons gemacht, das reicht fürs erste!
Was macht einen tollen Triathlon Verein aus? Viel Spass und Freude am Triathlon und lustiges Beisammensein.

Peter, Karin, Cornelia, Ulli, Petra, Vera, Alain (und ich am Fotoapparat) geniessen die Stimmung nach dem erfolgten Triathlon. Auf dem Foto fehlen die Dubler Brothers. Heute war ich mal zum Fötelen vor Ort, ich hatte gestern am Duathlon die Möglichkeit, Gas zu geben.
Hier gibts noch weitere Fotos mit Impressionen vom Murten Triathlon 2011 & 3athlon Bern.
Der Duathlon im Gürbetal sticht durch seine besondere Art hervor. Zunächst gilt es, ein Einzelzeitfahren auf einer Strecke von 17.5km mit ca. 180 Höhenmetern zu bewältigen (2 Runden à 8.75km). Anschliessend hat man, je nach Startzeit gut 60-90 Minuten Ruhepause, bevor dann der 8km Lauf beginnt (3 Runden à 2.66km, flach).
Ohne gross vorzubereiten habe ich an diesem Wettkampf teilgenommen. Carbo Loading habe ich keines gemacht und am Freitag ging wie gewohnt ins Schwimmtraining. Mit etwas müden Beinen reiste ich also nach Mühlethurnen. Da ich relativ spät startete, konnte ich den Start einiger Fahrer zuschauen und auch ihre Zeiten analysieren. Mit meinen Beinen stellte ich mir das Ziel, unter 33 Minuten ins Ziel zu kommen, was ich auch erreichen konnte.
Um 13:03:30 war es dann soweit. Ich sass auf meinem Renner, Klickpedale eingeklickt auf dem “Startpodest”. Ein Helfer hielt mein Fahrrad in Balance, man konnte sich somit voll auf den Start konzentrieren. Ich fahre tatsächlich ein Einzelzeitfahren, fantastisch. Das machen doch sonst nur die Profis wie Cancellara. Man sieht auf der grossen Uhr schön die Sekunden herunterzählen, der Puls steigt. Dann ist soweit. Man rollt beim Startpodest runter, steht auf und gibt gleich Vollgas. Was für ein tolles Gefühl. Die Strecke im Flachen konnte ich gut mit einem 40er drücken, das macht einfach Spass! Doch beim Hinauffahren zeigen sich meine Schwäche. Ich nahm den längeren Anstieg zügig, aber im Vergleich zu den anderen wohl im Kaffeekränzchen-Tempo. Das ist aber für mich im Moment so okay. Oben musste ein “Wellenblech” gefahren werden, wo man die kurzen Anstiege immer im Stehen ziehen konnte. Die Abfahrt war kurz und da auf nasser Strasse im Wald mit einer 180° Kurve eher gefährlich. Von dem her konnte man bergab nicht Vollgas geben, man musste sich die Zeit also “erarbeiten”.
Mit der Zeit von 31:40 bin ich ganz zufrieden, entspricht dies ja einem 33.1 km/h Schnitt. Erst später realisierte ich, dass ich somit neue Bestzeit in einem Rennen gefahren bin. Bisher war mein Schnitt so bei 32 km/h rum. Wunderbar.
Die Pause dazwischen tat ganz gut. Man konnte sich kurz erholen und sich richtig auf den Lauf vorbereiten. Mit ein paar Steigerungsläufen konnte man den Körper optimal auf den Lauf vorbereiten. Hier zeigte sich der grosse Unterschied zu einem “normalen” Duathlon. Die Beine sind zwar müde, man kann sich aber sauber auf den Lauf vorbereiten und diesen auch ohne
Einlaufzeit vom Wechsel direkt im Wettkampftempo starten. Der Jagdstart fand ich super. Genau in Reihenfolge des Einzelzeitfahrens starteten die Läufer auf die 8km lange Strecke. Ich kam 5:55min nach dem ersten Läufer dran. Das heisst, der schnellste Velofahrer war 5:55min schneller auf dem Velo als ich… Ich stieg sofort zügig in den Lauf ein und konnte bereits den ersten Läufer nach ein paar hundert Meter einholen. Und so ging es weiter, ich konnte weiter Plätze gutmachen. In der Mitte des Laufes heftete sich dann ein Läufer direkt an meine Fersen. Ich habe es ehrlich gesagt nicht so gerne, einen Läufer im Nacken zu haben. Das erzeugt mir unnötig Druck. Ich liess mich aber nicht beirren und schaute darauf, dass ich genügend Reserven für einen Schlussspurt aufbauen kann. So konnte ich in der letzten Laufrunde am Schluss ins Ziel spurten. Die Zeit von 30:25 ist natürlich grandios entspricht sie einer Pace von 3:48min/km. Das ist das erste Mal, dass ich 8km mit einer Pace unter 4min/km gelaufen bin. Das macht mich wirklich happy. Bereits der zweite Lauf, wo ich unter 4min/km laufe. Grandios! Im Gesamt-Klassement konnte ich 6 Plätze gut machen. So machen Läufe Spass. Überholen ist motivierender als überholt werden.
Fazit: Das Format des Gürbetal Duathlon finde ich toll. Es ist etwas anderes als ein normaler Duathlon und hat ganz klar seinen Reiz. Das Zeitfahren ist einfach nur coooool! Und der Lauf mit dem Jagdstart super. Wer also etwas Velo fährt und auch Laufen kann, dann geht ins Gürbetal. Ist zu empfehlen!
