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Der Tägi Tri läutete für mich das Saisonende ein und war der letzte Triathlon in der Serie Thusis – Locarno – Wettingen (ein Triathlon pro Weekend).

Fazit
Nach dem Top-Resultat in Locarno hatte ich müde Beine. Ich meine, wirklich müde Beine. Und so gings an den Start. Bereits beim Schwimmen musste ich leiden. Da nützte auch die freundliche, innere Stimme nicht mehr viel. “Es sind ja nur 500m”. Ja, ja, ist man müde, so ist man müde. Basta. :-)
Auf dem Velo konnte ich mich wieder etwas finden und gut drücken. Ich fuhr aber im roten Bereich. Schön war der 34er Schnitt am Ende. Und dann die Laufrunde. Kurz, leicht coupiert, aber meine Beine… zum ersten Mal seit langem hatte ich wieder leichte Krämpfe beim Rennen. Ich biss durch, es ist ja eine kurze Strecke.
Schwimmen
First-Time Schwimmen im See! Dank der Unterstützung einiger Vereinskollegen konnte ich meine Brille vor dem Start abgeben und nach dem Schwimmen wieder anziehen. Das Schwimmen selbst ging sehr gut. Auch ohne Brille habe ich die Bojen stets gesehen und konnte wie gewohnt in ca. 10min die 500m schwimmen.
Rennvelo
Sobald ich auf dem Sattel sass, sah ich eine Zeitfahrmaschine vor mir. Stefan, dranbleiben! Vollgas jagte ich dieser Zeitfahrmaschine nach. Der Fahrer sogar mit Zeitfahrhelm. Ansporn pur. Ich wohlbemerkt ohne Aero-Bars und mit dem normalen Rennvelo. Bergauf merkte ich, dass ich immer näher ran komme. Später konnte ich ihn gar überholen. Nach dem Wendepunkt gings wieder runter und dort überholte mich der andere wieder. Er rief “komm mit, komm mit” und beschleunigte. Ich gab nochmals alles. Leicht bergab konnte er unglaublich fahren. 40, 45, 50, 55, 60, 65, irgendwann konnte ich nicht mehr höher. Er schon und holte bergab einen kleinen Abstand, den ich leider bis zum Wechsel nicht mehr aufholen konnte. Aber dank einem schnellen Wechsel konnte ich ihn bereits beim Ausgang der Wechselzone überholen.
Den Veloabschnitt habe ich erstmals in meinem Leben mit einem 35er Schnitt gefahren. So schnell war ich noch nie, blieb es meistens bei 32-33km/h. Das ist unglaublich toll!
Rennen
Mein Wunschziel für 2011 war, einen 5km Lauf im Triathlon mal unter 20min zu laufen. Nach der schnellen Velofahrt war ich mir nicht mehr sicher, ob das klappt. Doch Locarno kam mir sehr entgegen. Im Sprint überholt man sehr viele Hobby-Athleten. So kann man sich immer kleine Zwischenziele setzen. Den nächsten holst du noch. Und das immer wieder. Und nach 2.5km kommt eine lange Gerade. Dort kann man schön im Rhythmus laufen und dranbleiben. Und den Endspurt setzte ich früh an, bereits ca. 500m vor dem Ziel. Und es reichte, mit 19:53 schaffte ich es ins Ziel. Yeah!
Fazit
So schnell im Velo und im Laufen war ich noch nie. Einfach cool. Und im Schwimmen werde ich immer sicherer. Ich weiss, ich kann in 10min die 500m schwimmen, egal unter welchen Umständen. Das gibt mir viel Startsicherheit. Mit dem 3athlon Bern war ich in Locarno und erlebte eine tolle Zeit. Auch andere Athleten zeigten unglaubliche Leistungen, so schaffte es Peter Studer (im Bild links steht er rechts neben mir) es auf den 3. Platz.





