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Der Tägi Tri läutete für mich das Saisonende ein und war der letzte Triathlon in der Serie Thusis – Locarno – Wettingen (ein Triathlon pro Weekend).

Fazit
Nach dem Top-Resultat in Locarno hatte ich müde Beine. Ich meine, wirklich müde Beine. Und so gings an den Start. Bereits beim Schwimmen musste ich leiden. Da nützte auch die freundliche, innere Stimme nicht mehr viel. “Es sind ja nur 500m”. Ja, ja, ist man müde, so ist man müde. Basta. :-)
Auf dem Velo konnte ich mich wieder etwas finden und gut drücken. Ich fuhr aber im roten Bereich. Schön war der 34er Schnitt am Ende. Und dann die Laufrunde. Kurz, leicht coupiert, aber meine Beine… zum ersten Mal seit langem hatte ich wieder leichte Krämpfe beim Rennen. Ich biss durch, es ist ja eine kurze Strecke.
Zufrieden bin ich im Ziel angekommen. Überglücklich, als ich erfahren, dass ich es in die Top Ten geschafft habe (Platz 8 von 65). Die Zeiten: 11:14 für 500m Schwimmen, 34:37 für 19.4km Velo und 16:12 für 3.8km Joggen. Das ist ein grosser Schritt nach vorne, war ich im letzten Jahr noch im Mittelfeld (Platz 24 aus 42).
Schwimmen
First-Time Schwimmen im See! Dank der Unterstützung einiger Vereinskollegen konnte ich meine Brille vor dem Start abgeben und nach dem Schwimmen wieder anziehen. Das Schwimmen selbst ging sehr gut. Auch ohne Brille habe ich die Bojen stets gesehen und konnte wie gewohnt in ca. 10min die 500m schwimmen.
Rennvelo
Sobald ich auf dem Sattel sass, sah ich eine Zeitfahrmaschine vor mir. Stefan, dranbleiben! Vollgas jagte ich dieser Zeitfahrmaschine nach. Der Fahrer sogar mit Zeitfahrhelm. Ansporn pur. Ich wohlbemerkt ohne Aero-Bars und mit dem normalen Rennvelo. Bergauf merkte ich, dass ich immer näher ran komme. Später konnte ich ihn gar überholen. Nach dem Wendepunkt gings wieder runter und dort überholte mich der andere wieder. Er rief “komm mit, komm mit” und beschleunigte. Ich gab nochmals alles. Leicht bergab konnte er unglaublich fahren. 40, 45, 50, 55, 60, 65, irgendwann konnte ich nicht mehr höher. Er schon und holte bergab einen kleinen Abstand, den ich leider bis zum Wechsel nicht mehr aufholen konnte. Aber dank einem schnellen Wechsel konnte ich ihn bereits beim Ausgang der Wechselzone überholen.
Den Veloabschnitt habe ich erstmals in meinem Leben mit einem 35er Schnitt gefahren. So schnell war ich noch nie, blieb es meistens bei 32-33km/h. Das ist unglaublich toll!
Rennen
Mein Wunschziel für 2011 war, einen 5km Lauf im Triathlon mal unter 20min zu laufen. Nach der schnellen Velofahrt war ich mir nicht mehr sicher, ob das klappt. Doch Locarno kam mir sehr entgegen. Im Sprint überholt man sehr viele Hobby-Athleten. So kann man sich immer kleine Zwischenziele setzen. Den nächsten holst du noch. Und das immer wieder. Und nach 2.5km kommt eine lange Gerade. Dort kann man schön im Rhythmus laufen und dranbleiben. Und den Endspurt setzte ich früh an, bereits ca. 500m vor dem Ziel. Und es reichte, mit 19:53 schaffte ich es ins Ziel. Yeah!
Fazit
So schnell im Velo und im Laufen war ich noch nie. Einfach cool. Und im Schwimmen werde ich immer sicherer. Ich weiss, ich kann in 10min die 500m schwimmen, egal unter welchen Umständen. Das gibt mir viel Startsicherheit. Mit dem 3athlon Bern war ich in Locarno und erlebte eine tolle Zeit. Auch andere Athleten zeigten unglaubliche Leistungen, so schaffte es Peter Studer (im Bild links steht er rechts neben mir) es auf den 3. Platz.
Bei schönstem Wetter habe ich am Bündner Triathlon in Thusis teilgenommen. Die Lage ist wunderschön. Das Freibad liegt inmitten eines Waldes und bildet eine Art “Triathlon Dorf” in sich. Die Stimmung war sehr entspannt, ist also jedem zu empfehlen!
Plantscha
Die 500m bin ich ganz ruhig geschwommen. Das Wasser war so klar wie noch nie und ich habe es genossen, die 500m zu schwimmen. Anstelle einer hohen Kadenz habe ich auf die Technik geschaut, Arm ganz durchziehen, guter Beinschlag, Wasserlage… Mit der Zeit 10:04 bin ich sogar etwas überrascht und auch sehr zufrieden.
Gümmela
In letzter Zeit habe ich einige Intervalle auf dem Rennvelo geübt. Meistens so zwischen 2-6 min bergauf. So lernte ich ein bisschen, welches Tempo es wie lange leiden mag und konnte so bergauf schön dran bleiben (das ist mir früher meist nicht gelungen). Leider konnte ich aber die Leistung im Flachen nicht ganz abrufen. Mein Grundtempo war etwas tiefer als das der anderen und so wurde ich von denen, die ich bergauf überholte, im Flachen wieder überholt. Das störte mich aber nicht, konzentrierte ich mich ja aufs Laufen. Mit der Zeit 39:38 schloss ich die leicht hügelige 20 km Strecke ab. Ganz neu war, dass ich vorgängig Triathlon-Veloschuhe gekauft habe und die Schuhe beim Wechsel erstmals erst während der Fahrt an- und abgezogen habe. Und der Wechsel ist mir sehr gut geglückt.
Seckla
Nach meinem Erlebnis am Zofinger Duathlon habe ich den Wechsel zum Laufen sehr häufig geübt. Mir war wichtig, dass ich meine Laufleistung von Anfang an abrufen kann. Und es lohnte sich. Ich konnte mein Lauftempo vom ersten Moment an voll abrufen und mit hoher Kadenz bis ins Ziel laufen. 5 km sind rasch vorbei und ich schaffte sie in knapp unter 21 min (20:58). Die Laufstrecke ist sehr schön. Im Wald läuft man dem Hinterrhein entlang und geniesst es einfach, diese 5 km zu absolvieren.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden. Ich habe das Gefühl, den Triathlon nicht am Anschlag gelaufen zu sein und habe trotzdem eine tolle Zeit gelaufen. Und das Ambiente am Bünder Triathlon war einfach einmalig. Das “Triathlon Dorf” war so richtig angenehm. Es gab eine Startnummer-Verlosung über alle Teilnehmer und jeder Finisher konnte ein Bünder Birrebrot mitnehmen. Ein Genuss!
Was ist das Schönste am Triathlon? Die freudigen Gesichter im Zielgelände. Egal welche Distanz. Die tolle Stimmung. Egal, welche Zeit. Jeder Triathlon ist ein Erlebnis.
3athlon Bern in Action: Philip, Thomas und Peter.
Weitere Fotos vom Triathlon in Genf in der Fotogalerie.
Heute fand in Spiez mein dritter Triathlon statt. 500m Schwimmen, 20km Velo, 5km Laufen. Es freut mich, dass ich langsam Erfahrungen sammeln kann und auch erste Fortschritte mache.
Vorbereitung
Noch am Montag habe ich mit dem Velo die Strecke Zürich-Bern gefahren. Starker Gegenwind machten mir damals zu schaffen und ich erreichte das zu Hause mit leichten Krämpfen. Pause war angesagt. Trotzdem ging ich am Mittwoch mal ins Schwimmtraining und stellte einfach fest: Aus die Maus. Ich verordnete mir nochmals Ruhe und habe am Freitag ziemlich Pasta gegessen, in der Hoffnung, dass ich wenigstens genügend Energie habe. Wenn ich schon müde Beine habe, dann wenigstens müde aber mit Energie! Nach einer eher unruhigen Nacht fühlte ich mich am morgen früh entgegen meiner Erwartungen ziemlich fit. Das ist selten, fühle ich mich meistens bei den Wettkämpfen nie ganz fit. Mit dem tollen Gefühl “heute läufts mir” bin ich dann in den Triathlon gestartet.
500m Schwimmen
Nach wie vor ist Schwimmen meine schwächste Disziplin. Dennoch machte ich tolle Fortschritte, das Training beim 3athlon Bern hat sich also gelohnt. Bei 500m hatte ich etwas Bedenken, dass ich zu schnell starte. Darum habe ich die ersten 100m mit 3er Armzug geschwommen und erst dann auf den 2er Armzug gewechselt. Diese Strategie ging super auf und ich konnte die 500m in 11:21 schwimmen (die Schwimmzeit ist inkl. Wechselzeit zum Velo). Im Vergleich zu letztes Jahr, wo ich in Wettingen die 500m in 14:34 geschwommen bin, konnte ich also sagenhafte 3:13min schneller sein. Das ist natürlich toll. Auch die Rangierung lässt sich zeigen. Beim Tägi Tri war ich 30. von 42, heute 41. von 85. Ich habe mich also in Bezug auf die Rangierung vom letzten Drittel ins Mittelfeld verbessert.
20km Velo
Also die Velostrecke war definitv keine Tempostrecke wie beim Bantiger. Es ging gleich hoch und man fuhr ständig in einem Wellenblech. Bei den Fahrten abwärts konnte ich nicht wirklich schnell ziehen, dafür ging mir aufwärts einiges besser als früher. Mit einer Zeit von 37:22 und der Velo-Rangierung als 33. aus 85 bin ich aber zufrieden (32.1km/h im Schintt). Einmal wurde ich in die falsche Richtung geleitet (okay, jetzt ist mir das also auch mal passiert…) und am Schluss gab es noch einen Sturz. Zum Glück ist nicht viel passiert, es gab nur einige Schürfwunden.


5km Laufen
Meine Königsdisziplin Laufen. Gleich zu Beginn kam ein ziemlicher Anstieg. Ich wusste, dass er nur kurz ist und ich versuchte sofort Gas zu geben. Das gelang auch gut, obwohl ich noch nicht so im Laufrhythmus war. Es ging danach länger abwärts und irgendwie konnte ich hier zwar zügig rollen, aber nicht mit hohem Tempo runterrennen. Mein Körper braucht ein paar Minuten, bis er sich ans Laufen gewöhnt hatte. Etwa bei der Hälfte konnte man am See entlang zurückrennen. Ich spürte sofort, dass ich just bei der Wende mein Rhythmus gefunden habe und konnte sofort Gas geben. Es machte richtig Spass, im hohem Tempo zurück zu rennen und dann mit einer Laufzeit von 23:57min ins Ziel zu laufen. Zunächst war ich etwas enttäuscht über die Zeit, aber als ich sah, dass auch der schnellste Läufer die 20min nicht knacken konnte, bin ich sehr zufrieden. Der Anstieg hat es doch in sich. Und als ich feststellte, dass ich sogar die 15. beste Laufzeit gelaufen bin, war ich also sehr happy. So weit vorne dabei bin ich selten.

Alles in allem
Also mit dem Endergebnis von 1:12:40 und dem Schlussrang als 24. aus 85 bin ich mehr als zufrieden. Zum ersten Mal konnte ich mich vom Mittelfeld hin zu den vorderen Rängen bewegen und das freut mich sehr. Sogar in der Altersklasse bin ich 11. von 28. Das ist einfach nur cool! Der Sturz hätte nicht sein müssen, aber gewisse Dinge passieren halt. Ich hatte ja ziemliches Glück im Unglück und trage nur ein paar Schürfwunden davon (dafür ist das Velo im Service, aber umgekehrt wäre schlimmer gewesen). Jetzt heisst es Ruhezeit. Ich möchte meinem Körper die Möglichkeit geben, sich zu erholen und werde zwar etwas trainieren, um nicht gerade die Form zu verlieren, aber mache keine Wettkämpfe im Juli. Habe im Mai und Juni 1 Lauf, 2 Duathlone und 2 Triathlons gemacht, das reicht fürs erste!
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